Wein als Gastgeschenk im hohen Norden

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Im September 2006 flogen Uta, Horst und Heidi dann nach Bergen, wo die Diskussion über die Weiterarbeit im folgenden Jahr im Mittelpunkt stand, besonders da der tschechische Partner keine Verlängerung bekommen hatte.

Ein zufriedener Gastgeber

von Horst

Der Besuch in Bergen gab uns nicht nur die Gelegenheit zum Kennenlernen der Landschaft und zum Austausch von Erfahrungen in der Arbeit mit Senioren. Einer der Organisatoren hatte dafür gesorgt, dass die interessante nachmittägliche Besichtigungstour in einem Oldtimer-Bus in einem Privathaus endete.

Bild 6 Blick auf Bergen (Foto Horst)

Blick auf Bergen (Foto Horst Sievert)

Skandinavien ist nicht gerade bekannt für preiswerte alkoholische Getränke. Das ist uns nicht erst daran aufgefallen, dass unsere Gastgeber den Fisch “trocken” servierten. Nein, das hatten wir uns bereits vor der Reise klar gemacht. Also hatten wir abgesprochen, dass jeder Teilnehmer eine Flasche Wein als Gastgeschenk ins wunderschöne Norwegen schaffen sollte. Der Zoll ließ uns anstandslos passieren.

Die private Einladung war nun genau die richtige Gelegenheit die Flaschen zu überreichen. Es ließ sich nicht vermeiden, dass wir etwas an unserem Alkoholischen partizipiert haben. Aber der Gastgeber, der uns sein Heim und dazu noch ein leckeres Buffet mit norwegischen Speisen präsentierte, dürfte auch auf seine Kosten gekommen sein.

Kochen im Museum

von Horst

Bergen ist natürlich für uns Schleswig-Holsteiner eine ganz besondere Stadt, denn wir haben Gemeinsamkeiten aus alter und neuerer Zeit. So ist Bergen mit rund 370.000 Einwohnern etwas größer als Kiel oder Lübeck. Die Hansestadt Lübeck hat bereits um 1360 mit Bergen gehandelt, woran noch heute das Hansekontor “Tyske Bryggen” erinnert. Als Kieler fallen einem heute die Kreuzfahrer im Hafen von Bergen auf, von denen manche auch den Kieler Hafen anlaufen.

Wir waren nicht besonders überrascht, dass unsere Treffen in einem Fischereimuseum stattfanden. Schließlich musste gearbeitet werden und das Auditorium des Museums bot sich dazu an. Wir saßen auf den Plätzen der Studenten und die Vortragenden nutzten die wohl sonst nur den Professoren der norwegischen Fischerei vorbehaltene Projektionsfläche.

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Kochen im Museum (Foto Horst Sievert)

Überrascht waren wir aber, als wir dann nach getaner Arbeit die Vielseitigkeit der Tagungsstätte bewundern durften: Der Beamer wurde beiseite geräumt, der Tisch entpuppte sich als Herdfläche und hinter der Leinwand wurde ein Vorratsraum sichtbar. Eine Kamera wurde eingeschaltet und zeigte uns den Inhalt dieses Raumes, nämlich Fisch, Fisch und nochmal Fisch. Schnell fand sich ein fleißiger Helfer, der dem Chefkoch bei der Herstellung von appetitlichen Fisch-Häppchen zur Hand ging. Hinterher durften wir dann alles mit Genuss verspeisen!

Danach haben wir natürlich auch das Museum besichtigt und sehr viel über den Fischfang erfahren. Ja, so kann man auch Arbeit, Genuss und Spaß kombinieren.

 

Tagliatelle mit norwegischem geräucherten Lachs

Zutaten für 4 Personen

  • 500 gr Tagliatelle
  • 300 gr norwegischer geräucherter Lachs, in feine Streifen geschnitten
  • 1 Ei
  • 100 ml Creme fraiche 20%
  • 100 ml teilentrahmte Milch
  • ½ Teel.  Salz
  • ¼ Teel. Pfeffer
  • 50 gr Parmesan gerieben
  • 2 Teel. Schnittlauch
  • 1 Karotte, fein gehobelt
  • ½ Zucchini, fein geschnitten

Zubereitung:

Während die Nudeln kochen, wird die Sauce zubereitet: In einer Pfanne mit etwas Öl werden die fein gehobelte Karotte und die fein geschnittene Zucchini leicht angedünstet. Das Ei mit der Creme fraiche und der Milch verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Gemüse mischen. Sind die Tagliatelle fertig gekocht, werden sie mit der Gemüse-Sahnesauce gemischt. Zum Servieren auf Teller anrichten und mit Parmesan Käse bestreuen.

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